Mittwoch, 01.08. – Die Dolomiten

Heute haben wir uns eine Rundfahrt durch die Dolomiten vorgenommen. Wir hatten keine Eile mit der Abfahrt, erst mal gemütlich frühstücken. Lea war gestern Abend noch länger auf der Unicon-Abschlussfete in der Disco. Irgendwann haben wir sie dann geweckt, damit wir uns auf den Weg machen konnten. Ihr Gesichtsausdruck sagte alles, als sie erfuhr, dass die Dolomitenrundfahrt auf dem Programm stand. Wir fuhren dann zuerst Richtung Grödnertal. Diese Strecke kannten wir schon, weil an dieser Straße auch Lajen liegt, wo das XC-Rennen stattgefunden hat. Thomas, unser Hauswirt, hatte uns empfohlen, nicht über das Sellajoch zu fahren, sondern über das Grödnerjoch. So haben wir das dann auch gemacht. Es ging auf teils engen Serpentinen hoch bis auf 2137 m. Oben angekommen, haben wir erst mal Pause gemacht und die herrliche Aussicht genossen.

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Jule hatte schon wieder Hunger, wir anderen 4 aber noch nicht, deshalb fuhren wir wieder weiter. Weiter unten im Tal haben wir dann lecker gegessen, direkt neben einer neu gebauten Seilbahn. Frisch gestärkt fuhren wir weiter Richtung Marmolada. Das ist mit 3343 m das höchste Felsmassiv der Dolomiten. Die Aussicht war unbeschreiblich schön, das fanden wenigstens Mareike und ich. Den Kids dauerte es dann doch etwas zu lange. Vorgetäuschte Übelkeit macht aber den Weg auch nicht kürzer! Zwischendurch waren wir uns nicht mehr so ganz sicher, ob wir noch auf der richtigen Straße waren, denn der Zustand derselbigen war recht abenteuerlich. Immer enger wurden die Kurven, dann eine Teilsperrung wegen Geröllabgang und ein Tunnel so dunkel wie das Nachtleben in Rüddern. Irgendwann kam dann mal wieder eine größere Ansammlung von Häusern mit einem Ortsschild. Nachdem wir diesen Namen dann auf unserer Karte wieder entdeckt haben, waren wir uns wieder sicher, wo wir überhaupt waren. Super. Thomas hatte uns von einem Berg erzählt, der im 1. Weltkrieg hart umkämpft war, den wollten wir suchen. Jetzt waren wir tatsächlich in dieser Region angekommen. Wir fuhren den Falzarego-Pass auf 2117 m hoch, dort machten wir Rast. An diesem Pass fanden 1915 sehr viele Soldaten den Tod. Es gibt dort auch noch ein Museum. Thomas hat uns auch erzählt, dass man dort, wenn man Glück hat, noch verrostete Helme oder Stacheldraht der Befestigungen finden kann. Timmi und ich haben uns gleich auf die Suche gemacht. Nach einer Weile haben wir tatsächlich alte, in die Felsen gehauene Tunnel gefunden. Teilweise auch mit Schießscharten. Das war echt sehr cool. Irgendwann haben wir dann noch in einer engen Felsritze ein Stück verrosteten Stacheldraht gefunden. „Den nehmen wir mit und zeigen ihn Thomas“.

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Für das Museum wars leider schon zu spät, aber wir konnten noch ein altes Geschütz begutachten, bevor wir wieder Richtung Brixen weitergefahren sind. Auch auf dieser Strecke gab es noch tolle Felsmassive zu bestaunen.

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Nach einer Stunden Fahrt waren wir wieder zurück. Timmi und Jule sind gleich wieder in den Teich gehüpft. Wir ließen den Tag wieder in der Gartenlaube ausklingen.

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