Samstag, 28.07. – Bergauf, bergab

Für heute war der zweite Bergeinradtag geplant. Während wir morgens noch gemütlich mit Rothermels in der Gartenlaube gefrühstückt haben, begannen bereits die Uphill-Rennen. Dabei geht es, wie der Name schon sagt, darum, den Berg hoch zu fahren. Das ist auf einem befestigten Weg schon schwer, aber auf einem Grashang, der im Winter als Skipiste dient, ist das heftig anstrengend. Es war definit die richtige Entscheidung, dass ich mich für diese Disziplin nicht angemeldet habe. Wir machten uns dann gegen Mittag auf den Weg zur Plose, dem Hausberg von Brixen. Mit der Seilbahn fuhren wir zur Bergstation auf gut 2000 m Höhe. Das Wetter war sehr heiß, und oben waren schon sehr viele Einradfahrer und auch Zuschauer, die auf den Start des Downhills um 14 Uhr warteten.

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"Da gehts hoch"

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Die Strecke, die ich zu fahren hatte, war 6 km lang und überwand über 800 Höhenmeter. Gestartet wurde in Gruppen zu je 6 Fahrern, der Abstand von Gruppe zu Gruppe waren 2 Minuten. In der Altersklasse der Männer 30 + war das Starterfeld wieder sehr groß. Ich war aber gleich in der 2. Gruppe dran. Am Start kam ich prima weg und fuhr eine Weile als 2. meiner Gruppe über die unebenen geschotterten Forstwege Richtung Tal. An einer Kurve, die dann steil über eine Wiese runter ging, hatte ich meinen ersten Sturz. Ich war zu schnell und flog kopfüber übers Einrad. Dank Protektoren ist nichts passiert, also wieder aufs Rad und weiter geht’s. Leider ist währenddessen der Franzose, der mit mir gestartet war, an mir vorbeigezogen. Nach etwa 3,5 km gings dann steiler runter über sehr holprige, mit losen Geröll übersäte Wege. Dort zu fahren war echt eine Herausforderung. Ich hatte ein paar Abstiege, weil mir im Geröll der Reifen weggerutscht ist, das war aber weniger schlimm. Zwei oder drei heftige Abstiege kamen dann weiter unten noch dazu. Die Ursache war aber nicht die Strecke, sondern eher, dass mir langsam die Kraft fehlte, die ganzen Unebenheiten mit den Oberschenkeln abzufedern. Unterwegs wechselte ich noch ein paar Worte mit einem Fahrer aus der Schweiz, der genauso zu kämpfen hatte, und mir einen Schluck Wasser aus seiner Flasche anbot. Als ich dann endlich wieder auf einen halbwegs normalen Forstweg gekommen bin, war mir klar, dass es nicht mehr sehr weit bis zu Ziel sein konnte. Endlich gings raus aus dem Wald, dann noch ein paar hundert Meter bis zum Ziel. In einer Zeit von 40 Minuten und 47 Sekunden habe ich die Strecke geschafft. Das war keine Spitzenleistung, für mich aber eine ganz gute Zeit. Meine 2 Ziele für den heutigen Tag waren erreicht: Heil runterkommen und nicht Letzter werden!

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"endlich wieder raus aus dem Wald"

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"Mensch, geht das net schneller? Wir wollen Baden gehn!"

Wir haben dann noch eine Weile zugeschaut, wie die anderen Fahrer und Fahrerinnen runtergekommen sind. Die Spitzenfahrer kamen teilweise noch in einem unglaublichen Speed angeschossen. Leider gab es auch ein paar Verletzte, eine Fahrerin wurde sogar vorsichtshalber mit dem Rettungshelikopter abgeholt. Da hatten wir echt ein flaues Gefühl im Magen. Am Nachmittag zurück in unserer Wohnung, haben wir uns im Badeteich abgekühlt. Das hat gutgetan. Morgen gibt’s bestimmt einen heftigen Muskelkater!

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