Mittwoch, 25.07. – In der Ruhe liegt die Kraft

Mittwoch, 25.07. – In der Ruhe liegt die Kraft

Am Mittwoch war der letzte Tag, die Langsam-Disziplinen, den IUF-Slalom und den Stillstand zu absolvieren. Wir waren bereits um 8 Uhr im Stadium, denn um 12 Uhr wurden die Wertungen beendet. Timmi und Lea mussten noch vorwärts und rückwärts fahren, ich nur noch vorwärts. Die Atmosphäre in der Eishockeyhalle war angenehm ruhig, obwohl noch viele andere Teilnehmer starteten. Für die Langsam-Disziplinen waren mehrere hundert Teilnehmer gemeldet. Nach dem Einfahren ging ich zum ersten Wertungslauf. Ich war sehr nervös und angespannt, die Knie zitterten. Die Zeiten werden elektronisch gemessen, und jeweils zwei Wertungsrichter gehen neben einem her und kontrollieren, ab man nicht kurz stehenbleibt oder das Rad mehr als 45 Grad zur Seite dreht. Ist dies der Fall, ist der Lauf ungültig. Der erste Lauf ging mit über 28 sec. schon sehr gut! Auf jeden Fall schon mal in der Wertung, Gott sei Dank. Beim zweiten Lauf habe ich dann etwas entspannter eine für mich tolle Zeit von 34,44 sec. geschafft.

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Das kann für einen Platz unter den besten drei reichen. Ich war happy.

Lea fuhr mit 21.660 sec. wie sich später herausstellt auf einen 21. Platz in ihrer sehr gut besetzten Altersklasse, Timmi war aufgeregt und blieb mit 24.110 sec. unter seiner persönlichen Bestleistungen. Für ihn reichte es zu einem prima 7. Platz.

Nun kam für mich noch der Stillstand. Diese Disziplin besteht darin, auf dem Einrad möglichst lange frei zu balancieren. Das Rad steht dabei auf einer Plattform, die kleiner ist als eine Postkarte. Die Zeitmessung wird elektronisch aktiviert, sobald man die Haltegriffe loslässt. Wenn man einen der Griffe wieder berührt, wird die Zeit gestoppt. Auch für diese Disziplin waren hunderte Teilnehmer gemeldet. In die Wertungslisten kommt man aber nur, wenn man, wie beim Langsam-Fahren, eine Mindestzeit erreicht. Hier sind das 20 sec., diese 20 sec. können aber auf einem Rad sehr lange sein. Das haben auch die Starter, die vor mir ihr Glück versucht haben gemerkt. Sie sind an der Qualizeit gescheitert. Ich hatte beim Training Zeiten zwischen 10 und 40 sec. erreicht, da sollten die 20 sec. doch zu schaffen sein. Also rauf auf die Platte und konzentrieren! Das war mein Tag und meine Disziplin! Schon der erste Versuch ging über 43 sec., der zweite Versuch war persönliche Bestzeit, über eineinhalb Minuten. Adrenalin pur. Mit 1:31.570 Minuten erreichte ich die achtbeste Zeit von allen Teilnehmern (männl. und weibl.)

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In meiner Altersklasse war ich mit riesigem Abstand der Beste – das war meine Goldmedaille! Am Nachmittag hingen dann die Langsam-Ergebnisse aus. Beim Vorwärts-Fahren war ich der Beste in meiner Altersklasse vor der Schweizer Kurt Leder und Tim Aubele aus Crailsheim. Beim Rückwärts-Fahren war der Schweizer deutlich besser, mir reichte es auf den zweiten Platz, wieder vor Tim. Total erstaunt war ich, als ich die Liste mit den Finalteilnehmern sah. Ich war mit der sechstbesten Zeit aller männlichen Starter für das Finale der besten 8 beim Langsam Vorwärts qualifiziert. Auch Lea durfte sich über 100 m unlimited nochmals mit den Top 8 messen und Nici Rössner vom SV Tiefenbach erreichte das Finale bei den weiblichen Teilnehmern langsam Vorwärts.

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Eigentlich hatten wir den Donnerstag schon anderweitig verplant. Jetzt hieß es aber erst einmal früh schlafen gehen, denn wir mussten am Donnerstag früh schon um 7 Uhr im Stadion sein.

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